Integrative Medienpädagogik in der Sudbrackschule

Medien sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Einerseits beeinflusst die Technisierung der gesamten Umwelt insbesondere das Freizeitverhalten der Kinder, andererseits ist auch das Lernen in der Schule davon betroffen. Um die Lernmöglichkeiten der Kinder zu erweitern, werden unterschiedliche Medien im Unterricht eingesetzt. Die Notwendigkeit, die besondere Zeichensprache der Medien zu verstehen und selbst anzuwenden, erweitert daher die bisherigen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen um eine vierte.

Aber Kinder sollen nicht nur den praktischen Umgang mit Medien lernen, sondern in erster Linie mit der Vielzahl der angebotenen Medien adäquat umgehen können. Dazu ist Medienkompetenz erforderlich. Das beinhaltet:

  • die Befähigung zum Umgang mit Medien und den Produkten der Informations- und Kommunikationstechnik
  • die Befähigung der Nutzung der Medien zum Lernen
  • sowie die Urteilsfähigkeit gegenüber den Botschaften der Medien (vgl. Bildungskommission NRW 1995, S. 137).

An unserer Schule wollen wir allen Kindern Medienkompetenz durch eine integrative Medienpädagogik vermitteln. Sachgerechte Medienverwendung, selbstbestimmte, kreative Mediengestaltung und sozialverantwortliche Medienbeurteilung bilden die Eckpfeiler der integrativen Medienpädagogik (vgl. MSWWF 1998, S. 5). Integrativ bedeutet ebenfalls, dass die Vermittlung von Medienkompetenz kein isoliertes Schulfach darstellt, sondern stets im „normalen“ Unterricht verankert sein muss.

Für den Unterricht an der Sudbrackschule bedeutet dies die Vermittlung folgender Fähigkeiten:

  • Medienangebote sinnvoll auswählen und nutzen
  • eigene Medienbeiträge gestalten und verbreiten
  • Mediengestaltungen verstehen und bewerten
  • Medieneinflüsse erkennen und aufarbeiten
  • Bedingungen der Medienproduktion und -verbreitung durchschauen und beurteilen

In den einzelnen Schuljahren werden verschiedene Medien den Schwerpunkt im Unterricht bilden.

Der integrative Medienansatz schließt für uns nicht aus, dass in einzelnen Jahrgängen die Schüler im Umgang mit dem PC und dem Internet mehr Kompetenzen erlangen. In den Jahrgängen 1 und 2 geht es dabei um die Erlangung des PC Führerscheins und in den Jahrgängen 3 und 4 um den Erwerb des Internetführerscheins.

Seit dem Schuljahr 2010 / 2011 gibt es alle zwei Jahre einen Elternabend zum Thema „Surfen mit Sinn“.